Demografie-Preis 2026


Zum 17. Mal hat die Hessische Staatskanzlei Initiativen ausgezeichnet, die sich mit Fantasie und Mut den Herausforderungen des demografischen Wandels stellen. Wie schon in den vergangenen Jahren steht der ländliche Raum im Fokus. Gefragt waren innovative Projekte zur Gestaltung der Herausforderungen des demografischen Wandels im ländlichen Raum, die sich bereits bewährt haben.

Weitere Infos zur Preisverleihung finden Sie unter:
Heimat mit Zukunft – Ideen für Hessen | Hessen Staatskanzlei


Kreisanzeiger Artikel vom 31. August 2026

Die Initiative „Ich bin ein Teil von Schotten – Generationen sprühen Zukunft“ kann einen großen Erfolg verbuchen. Mit einem dritten Preis wurde das Mehrgenerationenteam beim Demografie-Wettbewerb des Landes Hessen belohnt. In der hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden konnten die Schottener die Auszeichnung aus der Hand von Staatssekretär Benedikt Kuhn entgegennehmen. Verbunden ist sie mit einem Geldbetrag in Höhe von 2000 Euro.

Farbenprächtiger Sonnenaufgang

Unter der Leitung des Gießener Künstlers „Flowie“ (Florian Schimke) hatten zahlreiche große und kleine Sprüher mit vielen Spraydosen und kreativer Farbgestaltung in den Herbstferien vergangenen Jahres eine zuvor eher triste Betonwand am Eingangsgebäude im Schottener Schwimmbad zu einem farbenprächtigen Sonnenaufgang gestaltet und ihr damit ein neues Erscheinungsbild verliehen. In den Osterferien folgte die kreative Umwandlung einer kahlen, unansehnlichen Betonwand am Schottener Polizeiposten mit dem Motiv einer „bunten Blumenwiese im grünen Vogelsberg“.

„Wir haben uns kurzerhand, als der hessische Ministerpräsident zur Teilnahme an dem Wettbewerb aufrief, für eine Anmeldung entschlossen“, so Gudrun Haas, Leiterin des Mehrgenerationenhauses, und Matthias Bernges, Geschäftsführer des gemeinnützigen Familien- und Jugendhilfezentrums Schotten (FaJuSo). Der Entschluss wurde reichlich belohnt. Insgesamt 110 Projekte waren angemeldet worden. „Generationen sprühen Zukunft“ schaffte es in die finale Runde. Als Staatssekretärin Karin Sommer vom Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten im Juli Schotten besuchte, hatte sie bereits die Nachricht im Gepäck, dass es das kreative Sprühprojekt bis in die Endausscheidung geschafft hatte.

Im August stellten die nominierten Teams ihre Projekte in Wiesbaden einer unabhängigen Fachjury vor. „Das war ein aufregender und spannender Tag“, erinnern sich Gudrun Haas, Matthias Bernges und „Flowie“ Schimke. Mit dabei in der Landeshauptstadt war auch der 93-jährige Rudi Haas sowie einige ganz junge Künstler.

Dann folgten Wochen des bangen Wartens, bis in der vergangenen Woche das Team erneut nach Wiesbaden reiste – dieses Mal zur Preisverleihung. „Bürgermeister Benjamin Göbl hat uns am frühen Vormittag im Rathaus mit den besten Wünschen verabschiedet“, schildern Haas und Bernges den Start in die Landeshauptstadt. Ein erster Preis, dotiert mit 8000 Euro, zwei zweite Preise (jeweils 5000 Euro) und drei dritte Preise (2000 Euro) wurden vergeben, dazu ein Sonderpreis „80 Jahre Hessen“, für den 1000 Euro ausgelobt waren.

Zusammen mit dem „Café der kleinen Schätze“ (Rotenburg an der Fulda) und dem „Zukunftsbeirat der Gemeinde Weinbach“ (Kreis Limburg-Weilburg) wurde „Ich bin ein Teil von Schotten – Generationen sprühen Zukunft“ mit einem dritten Preis ausgezeichnet. Die beiden zweiten Preise gingen nach Alsfeld für das Kinderfestival „Leo feiert!“ mit einem abwechslungsreichen Programm mit gut 150 kostenfreien Spielestationen. Gleichermaßen bedacht wurde das Projekt „Bezahlbar bauen – genossenschaftlich wohnen; Hausprototyp für Wohnungsbaugenossenschaften“ in Kirchhain. Über den ersten Preis konnten sich die beiden professionellen Betreiber der „Boulderchurch Bad Orb“ freuen. Sie hatten die ehemalige katholische Kirche St. Michael zu einer Kletterkirche umgebaut und darin verschiedene Aufenthaltsbereiche sowie ein Bistro eingerichtet.

Nächstes Projekt

Die hessische Landesregierung fördert alljährlich Initiativen, die sich den Herausforderungen des demografischen Wandels stellen und den ländlichen Raum aktiv gestalten. Gesucht werden dabei Projekte, die das Leben auf dem Land lebenswerter, generationengerechter und zukunftsfähiger machen.

Das nächste Projekt für das Schottener Mehrgenerationenteam steht schon fest. Im Hinblick auf die Landesgartenschau 2027 soll das ehemalige Trafohäuschen der Ovag an der Gemarkungsgrenze von Rainrod und Eichelsdorf verschönert werden.