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Rainrod

Im Jahre 100 v. Chr. mag es gewesen sein, dass einem Regino oder Regimar eine neue Feldmarke zugewiesen und ihm als Siedelplatz für sich und seine spätere Sippe die Stätte des späteren Dorfes Rainrod zugewiesen wurde. Schon im Jahre 1016 gehörte Rainrod zu der Kirchengemeinde Wingershausen. Im Mittelalter hatte Rainrod eine ansehnliche Ausdehnung gehabt. Eine Zunahme der Bevölkerung und der Gemarkung dürfte nach wüst werden der Siedlungen Gera, Elbershausen und Nübel erfolgt sein. Man darf davon ausgehen, dass zwischen 1500 und 1600 schon 80 Wohnstätten mit über 400 Bewohnern vorhanden waren. Im Jahre 1261 erschien Rainrod zum erstenmal in einer Urkunde. Die Zeit im 14. Jahrhundert war eine Zeit, die erfüllt war von Fehden und Streitigkeiten zwischen Rittergeschlechtern, Territorialherren und anderen Machthabern. Man schädigte den Gegner meist dadurch, dass man seine Dörfer brandschatzte, das Vieh wegtrieb und die Menschen zur Flucht zwang. In diesen schweren Zeiten wurden sehr viele Dörfer wüst, die Äcker vergrasten und der Wald nahm wieder von ihnen Besitz. Auch Rainrod lag eine lange Zeit wüst und die ehemaligen Bewohner kehrten auch nicht zurück. Der neue vollzogene Wiederaufbau Rainrods ließ ein ganz anderes Dorf entstehen, als es das alte gewesen war. Im Jahre 1550 war Rainrod wieder auf etwa 12 Höfe angewachsen und die Bevölkerungszahl nahm wieder zu. Nur während des 30-jährigen Krieges ist die Anzahl der Bewohner um fast die Hälfte zurückgegangen. Von 1700 bis 1900 schwankt die Einwohnerzahl immer zwischen 450 und 600; die der Wohnstätten zwischen 80 bis knapp über 100. Fast die ganze Bevölkerung musste sich von der Landwirtschaft ernähren. Jedoch durch die geringen Ernteerträge musste noch ein Nebenerwerb ausgeübt werden. Wie aus einer Gewerbestatistik um 1830 ersichtlich, werden 108 Gewerbebetreibende verzeichnet, darunter 74 Nagelschmiede, Schuster, Schneider, Wagner und Dreher waren für den allgemeinen Bedarf notwendig. In einigen Häusern standen Webstühle für Leinen und Wolle. Trotz aller Tätigkeiten hatten die Bewohner ein schlechtes Auskommen, sodass viele Bewohner während 200 Jahren ihr Glück in der Auswanderung suchten. Eine starke Abnahme der Bevölkerung ist zwischen 1850 und 1890 feststellbar. Erklärbar ist die Verarmung der Bewohner vor allem durch die Kriegskosten und Naturallieferungen. Von 1750 bis 1819 sind sämtliche Gemeinderechnungen mit Kontributionen und Kriegskosten belastet.

 

Verwaltungsgemäß hat Rainrod stets zu Schotten gehört, bis zu dem Zeitpunkt, als der Verwaltungsmittelpunkt Schotten mit der Auflösung des Kreises Schotten 1938 aufhörte zu bestehen. Es folgte die Zuordnung zum Kreise Büdingen. Durch die kommunale Gebietsreform 1971 wurden die selbstständigen Gemeinden aufgelöst. Rainrod wurde der Großgemeinde Schotten zugeordnet und dem Neugebildeten Vogelsbergkreis untergestellt.

 

750 Jahre Rainrod

 

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