Ausflüge

Rundgang durch die historische Altstadt von Schotten

>> Übersichtskarte der Altstadt

1 Markt- und Parkplatz zwischen Feuerwehr und
2 Festhalle, erbaut 1888 und renoviert 1988, mit Festsaal im Jugendstil.
3 Crosner Platz, ehemals Ludwigsplatz. Hier beginnt die Altstadt von Schotten.
4 Torwärterhaus an der ehemaligen Oberpforte (Marktstraße 20).
5 Durch einen Durchgang im Haus "Zuckerbäcker" kommen wir in die Marktstraße. Mit ihrem vollkommen erhaltenen Fachwerk bildet sie ein lang gezogenes Dreieck.
6 Haus Marktstraße 3 (ehem. Scriba´sche Apotheke, erbaut 1767). Am Schanzenweg ist noch ein kleiner Rest der alten Stadtmauer zu sehen.
7 Historisches Rathaus, Renaissancebau von 1520 mit Markthalle im Untergeschoss und getäfeltem Ratssaal im 1. Stock. Das ehemalige Bürgermeisterzimmer fungiert jetzt als Trauzimmer des Standesamts.

Im vorigen Jahrhundert noch verputzt, wurde das Fachwerk 1902 wieder freigelegt und das Haus von Grund auf renoviert. Erneute durchgreifende Sanierung mit Wiederherstellung der alten Markthalle im Rahmen der Altstadtsanierung im Jahr 1987.

8 Das frühere "Gasthaus zum Kühlen Grund" beherbergt nach einer Renovierung im Inneren jetzt die Schottener Altentagesstätte, das "Georg von Villeneuve-Haus" (Kirchstraße 20), welches nach einem früheren Bürgermeister benannt ist.
9 Gotische Liebfrauenkirche, erbaut 1350 - 1385.

Im Inneren birgt sie den bedeutenden Flügelaltar, vom "Schottener Meister" um 1385 gemalt. Dargestellt in einer Bildfolge zeigt er das Marienleben in 16 farbenfrohen, meisterlich gemalten Szenen. Zur Kirchenausstattung gehören noch u. a. eine Pieta und Madonna (beide Ende 14.Jhdt.), ein Taufstein, der auf romanischen Löwen ruht und eine Kreuzigungsgruppe (Ende 15. Jhdt.).

Die Orgel wurde von Wegmann 1782 erbaut. Führungen sind täglich von 15 bis 16 Uhr von Ostern bis Oktober.

Während der Passionszeit bleibt der Flügelaltar geschlossen und zeigt dann Passionsszenen.

10 Das Albert-Schweitzer-Haus (ehem. Brückebäcker) ist ein Haus der Evangelischen Kirchengemeinde mit Büros, Verwaltungsräumen und Sozialstation (Kirchstraße 45).
11 Das Dietrich-Bonhoeffer-Haus war früher das evangelische Pfarrhaus. Hier ist heute der Gemeindesaal (Kirchstraße 34) untergebracht.
12 Schloßgasse mit Fachwerkhäusern und Scheunen der Kleinhandwerker mit Landwirtschaft.
13 Ehemaliges Finanzamt des Kreises Schotten (Schlossgasse 6).
14 Gotisches Schloss der "Eppsteiner" mit Treppengiebeln. Wiedererbaut 1385 nach einer Fehde in 1382, brannte es Ende des vorigen Jahrhunderts völlig aus. Es wurde dann im Inneren neu ausgebaut als Amtsgerichtsgebäude. Heute in Privatbesitz, wohnen dort Behinderte in Wohngemeinschaften. Und im Erdgeschoß befindet sich eine Anwalts- und Notariatskanzlei.
15 Die Unterpforte war an dieser Stelle.
16 Petersiliengasse und Neugasse. Auch hier sind noch kleine Fachwerkhäuser der Handwerker zu sehen.
17 Alteburg und Alteburgpark. Anstelle der alten Burg wurde das prächtige Fachwerkhaus als Witwensitz der Freiherren von Günderrode erbaut, die hier in Schotten ihr Lehen hatten. Erste Erwähnung der Alteburg 1547 als alte Kemenate. Heute ist die Alteburg in Privatbesitz und wurde im Rahmen der Altstadtsanierung durchgreifend saniert und modernisiert.

Der Alteburgpark wurde nach dem Kauf des Geländes durch die Stadt Schotten angelegt. Der Wallgraben um die ehemalige Burg wird wie ehemals mit dem Wasser der Nidda gespeist, die im Hintergrund unter den hohen Bäumen hier noch als kleiner Bach vorbeifließt.

18 Von der Ostecke im Park aus führt ein schmaler Weg an Gärten entlang etwa 100 Meter aufwärts zum "Wasserfall". Wenn auch im Sommer oft nur ein Rinnsal, kann er nach Regengüßen oder der Schneeschmelze tosend seine Wasser nach unten stürzen. Hier sollen der Sage nach die Gründerinnen der Stadt, die Prinzessinnen Rosamund und Dichamund, gerastet haben.
19 Am Freiheitsgässchen endete die Schottener und begann die Günderrodische Gerichtsbarkeit. Die Polizeistunde von Schotten hatte ab hier keine Gültigkeit mehr.
20 Der Brunnen im Alteburg-Park wurde 1982 von der Vogelsberger Volksbank zu ihrem 75-jährigen Jubiläum als Kopie eines Brunnens gestiftet, der früher am Bahnhofsvorplatz stand und dessen Steine von Schottener Bürgern zusammengetragen worden waren. Er symbolisiert den Vogelsberg. Steine - Wasser - Berg.
21 Vorn Freiheitsgäßchen führt ein Durchgang zum Raiffeisenplatz. Er führt mitten durch das Haus "Café und Teestube Bistro" und seine ehemalige Scheune (Vogelsbergstraße 113), eines der ältesten Gebäude in Schotten.
22 Vogelsberger Heimatmuseum im ehemaligen Wohnhaus des Staatsrates Dr. Weber. Das prächtige Fachwerkhaus mit Erker birgt im Innern in 18 Räumen, eine reichhaltige Sammlung, die von der Frühgeschichte über prachtvolle Schränke, Handwerk, Perlenstickereien, Handarbeiten bis Spielzeug reicht (Vogelsbergstraße 95).

Geöffnet ist es ganzjährig, immer donnerstags von 14.30 bis 16.30 Uhr.

23 Die frühere Synagoge mit Judenschule und Judenbad war in der Vogelsbergstraße 146.
24 Ehemals Schreinerei und Möbellager Grandhomme. Die interessante Schaufensterumrandung wurde um die Jahrhundertwende vom Möbelschnitzer Wm. Grandhomme, einem Nachfahren hugenottischer Einwanderer, geschaffen (Vogelsbergstraße 150).
25 Stadtbrunnen "am Ochsenstall". Zugeschüttet nach der Jahrhundertwende, wurde er beim Bau des Parkplatzes wieder freigelegt. Er ist 20 m tief. Heute heißt er Floriansbrunnen
26 Fuhrbetrieb Hans Sachs, Vogelsbergstraße 121. Ehemalige Druckerei Engel, Wohnhaus mit Nebengebäude im Stil der Gründerzeit.
27 "Café Stadtmühle" im Haus der früheren Stadtmühle, Mühlgasse 20.
28 Weinstube "Alte Schmiede".
29 Städtisches Freibad.
30 Stadtverwaltung.
31 Ehemaliges Kreisamt - bis zur Auflösung des Kreises Schotten im Jahre 1938.
32 Postamt.
33 Gaststätte "Posthäuschen".
34 Katholische Kirche, erbaut 1952.
35 Der Vier-Städte-Park wurde benannt nach den vier Partnerstädten Arco (Italien) - Beloeil (Belgien) - Crosne (Frankreich) - Schotten.
36 Kirchen- oder Marktbrunnen
37 Ehemalige Hessische Landesforstschule, von 1922 - 1972 Ausbildungsstätte aller hessischen Förster. Jetzt zentrale Aus- und Fortbildungsstelle der Hessischen Landesforstverwaltung.
38 Ehrenmal für die in beiden Weltkriegen Gefallenen der Stadt / Aussichtspunkt auf der Warte.
39 Gelbes Haus, Stadtbibliothek, früher Gelbes Schulhaus, erbaut um 1800 umgebaut 1992.
40 Ehemalige Posthalterei und Pferdewechselstation für Postkutschen. Die früheren Besitzer des Hauses errichteten in der Vogelsbergstraße 50 eine Sommergaststätte und nannten diese "Posthäuschen"